Chirurgische Praxis | Dr. med. Hermann Weigand | Offenbach am Main

Glossar

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A
Analabszeß Eiterherd am After auf dem Boden einer Analfistel.
Analfistel Kanal oder Gang vom Analkanal unter der Schleimhaut oder durch den Schließmuskel hindurchziehend bis zur perianalen Haut; Ursache der Analabszesse.
Analkanal Strecke vom Übergang der Haut in die Analhaut bis oberhalb der Hämorrhoidenpolster.

B
Blutungen Blutungen aus dem After können hellrot, dunkelrot oder schwarz sein. Dies läßt in beschränktem Umfang Rückschlüsse auf die Blutungsquelle zu. 

C
CED Abkürzung für "Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen".
Colitis Entzündung der Dickdarmschleimhaut, man unterscheidet verschiedene Formen der Colitits im Rahmen akuter Entzündungen und chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, sog. CED.

Cazinom

Bösartige Erkrankung aus Polypen
Colon Dickdarm, zwischen Dünndarm und Rektum.

 
Darm Intestinum, 'Schlauch' zwischen Magenausgang und After, bestehen aus Duodenum, Jejunum, Ileum, Colon und Rektum.
Duodenum
Zwölffingerdarm
Duodenum auch Zwölffingerdarm, erster Dünndarmabschnitt, der sich an den Magen anschließt.
Diarrhoe Durchfall, Ursache kann eine Bakterien- oder Virusinfektion sein. Bei längerem Verlauf muß ein chronisch entzündliche Darmerkrankung durch eine Coloskopie ausgeschlossen werden.

E
Enddarm Letzter Darmabschnitt, auch Rektum oder Mastdarm genannt.

F
Fadendrainage Behandlungsmethode, bei der ein Faden in eine infizierte Analfistel eingebracht wird, um die Entzündung zur Abheilung zu bringen.

G
Gummibandligatur Behandlungsmethode nach Barron für Hämorrhoiden II. Grades, bei der mit einem speziellen Sauginstrument ein kleiner Gummiring über die Hämorrhoide gestülpt wird und diese stranguliert.

H
Hämorrhoiden Gefäßpolster im oberen Analkanal, die eine wichtige Funktion beim Afterverschluß erfüllen. Bei Vergrößerung können vielfältige, z. T. uncharakteristische Beschwerden, wie Pruitus, Brennen, Prolabs, Blutung etc. entstehen.

I
Ileus Darmverschluß, entweder durch Darmlähmung(paralytisch), oder durch ein mechanisches Problem (Tumor, Fremdkörper, Verwachsungen).

J
Jejunum Zweiter Dünndarmabschnitt, der sich an den Zwölffingerdarm anschließt.


K
Kolon Dickdarm, weiter verbreitet ist die lateinische Schreibweise COLON.


L
Lokalanästhesie Örtliche Betäubung, in der viele kleine und mittlere Operationen durchgeführt werden können.


M
Marisken Hautfalten im Afterbereich, nur bei Beschwerden eine Operationsindikation.

N
Narkose Betäubungsform, bei der durch Spritzen in die Vene eine Schmerzfreiheit zusammen mit Bewußtlosigkeit und Muskelentspannung erzielt wird.

O
Obstipation Verstopfung, bei plötzlichen Auftreten dringliche Indikation zur Coloskopie.

P
 Polypen
Prolabs Vorfall der Hämorrhoiden und/oder der Schleimhaut des Enddarmes in der Regel beim Pressen, in fortgeschrittenem Stadium auch spontan.
Prostokopie
Pruritus Hartnäckiger Juckreiz am After.

Q
Quincke Quincke-Ödem, akutes angioneurotisches Ödem .

R
Rektum Letzter, gerader Darmabschnitt auch: Enddarm

S
Schleimhaut Auskleidung des Magendarmkanales vom Mund bis zum Enddarm. Aus Schleimhautzellen des Dickdarmes können Dickdarmpolypen und Dickdarmkrebs entstehen.
Schließmuskel
Shouldice Moderne, offene Methode der Leistenhernienopertion. Dabei wird die Bruchpforte durch zwei nichtresorbierbare Fäden vierfach verstärkt.

T
Typhus Typhus abdominalis, septische Infektionskrankheit durch Salmonellen, übertragung durch orale Aufnahmen.

U
Ulcus Rekti Geschwür, immer gutartig an der Rektumhinterwand durch Prolabs der Darmschleimhaut verursacht.

V
Varizen Krampfadern, v.a. an den Beine, entstehen durch Zerstörung der Venenklappen und Umkehr des Blutstromes von oben nach unten. In der Speiseröhre verursacht durch Leberzirrhose.

W
WHO World Health Organization, dt. Weltgesundheitsorganisation.

X
Xanthome Gelbknoten, Hauttumore an Knien, Füßen und Händen.

Y
Yersinien Bakterien nach A. Yersin (1863-1943) benannt, Pesterreger.

Zöliakie Verdauungsinsuffizienz bei Allergie gegen Klebereiweiß(Gluten), enthalten in allen Getreiden außer in Mais.